VW 1303 Polizei

 VW 1303 Polizei

Diese VW 1303 Limousine wurde am 15.07.1975 erstmals zugelassen, und zwar auf die Polizeidirektion Braunschweig. Dort wurde er in eigener Werkstatt mit den polizeispezifischen Ausrüstungen wie zwei Hoch- und zwei Tieftonhörnern mit Klangfolgesteuerung, blauer Rundumleuchte, Funkanlage und Feuerlöscher versehen. Zur Ausrüstung gehörte weiterhin eine Anhaltekelle, Fahndungsbücher, eine große Nissenleuchte und eine kleine Eisemannleuchte (jeweils mit Filtern).

Werksseitig wurde er in den Polizeifarben minzgrün und polizeiweiß ausgeliefert: Grundfarbe der Karosserie ist grün, das Dach und die Kotflügel wurden weiß lackiert. Weiterhin wurden als Extras unter anderem eine 44-Ah-Batterie, Nahentstörung sowie Nebelscheinwerfer und -schlußleuchte geordert. Der Dachhimmel ist mit drei Reißverschlüssen für Einbau von Funkantenne und Rundumleuchte sowie für die Verlegung der dazugehörigen Kabel ausgestattet.

Der Wagen versah seinen Dienst in Braunschweig bis zum 24.September 1986, km-Stand etwa 109.000. Leider wurde er für die Versteigerung vollständig abgerüstet und weiß überlackiert (außer den Kotflügeln). Zur Versteigerung im November 1986 kamen damals die vier letzten Käfer der Polizei Braunschweigs: Drei ehemalige Streifenwagen und ein Zivilfahrzeug in miamiblau, allesamt 1303 Limousinen der letzten (1975er) Serie. Ersteigerungspreis dieses Fahrzeugs: 1.133,- DM. Bei der Versteigerung wurde auf diverse kleinere Unfälle mit Blechschäden hingewiesen. Eine Reparatur ist heute noch (bei offenem Kofferraumdeckel) erkennbar: Das erneuerte vordere Abschlußblech.

Vor der Bewältigung der ersten „zivilen“ TÜV-Prüfung im März 1987 mußten 2½ Wochen intensivster Schweißarbeiten investiert werden, um wenigstens die größten Rostschäden zu beheben. Im April 1990 wurde der Wagen wieder in den Originalfarben lackiert. Eine komplette Restaurierung des Chassis und des unteren Karosseriebereichs erfolgte schließlich 2010/2011.

Dank der äußerst freundlichen Kooperation der Braunschweiger Polizeibehörden und -werkstätten konnte fast die gesamte Polizeiausrüstung wiederbeschafft und wieder eingebaut werden. Bislang leider nicht auftreibbar bleibt der ehemals unter dem Funkgerät angebrachte Holz- oder Blechkasten als Ablagemöglichkeit, da besagtes Funkgerät den Platz des originalen Handschuhfachs für sich beansprucht. Eine Ausnahmegenehmigung für den permanenten Einbau der Rundumleuchte liegt seit 1998 vor.

Nicht originale Extras: hintere Ausstellfenster, umschäumtes Lenkrad, Ölthermometer. Motor und Getriebe wurden auf 50 PS umgerüstet, Originalmotor und -getriebe sind jedoch noch vorhanden.

Seit dem Übergang ins „zivile Leben“ wurde das Fahrzeug ausschließlich im Sommerbetrieb gefahren, zunächst als vollwertiges Alltagsfahrzeug, seit 2002 nur noch als Schönwettermobil. Seit 1986 wurden für Ersatzteile und Lackierung über 10.000 DM in das Fahrzeug investiert, die Eigenleistung wurde nicht registriert.

Der Wagen ist UNVERKÄUFLICH!!!

Von diesem Fahrzeug existiert ein „Zwillingsbruder“ im Wolfsburger Museum. Das Fahrzeug lief in Hildesheim, ist unrestauriert(!) und hat leicht unterschiedliche Polizeiausrüstungen eingebaut.

 

 

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